Produktgeschichte

Die Entwicklung der Orancia 

Entwicklung der Orancia

Ralph Weitemeyer (Geschäftsführender Gesellschafter der Harzer Mineralquelle Blankenburg GmbH) ist in Röderhof bei Dingelstedt aufgewachsen. Später wohnte er in Arbketal, direkt neben der Konservenfabrik, seines Großvaters (Erich Weitemeyer). Dieses Unternehmen prägte seine Kindheit, denn auch sein Vater war in der Fabrik tätig. Die Belange der Firma waren somit auch im Alltag immer präsent. Die staatliche Enteignung 1972 war ein harter Einschnitt für die gesamte Familie, den sein Großvater, welcher Unternehmer mit Leib und Seele war, nie wirklich verkraftete. In der Konservenfabrik wurde unter anderem ein Getränkesirup, für eine Limonade, auf der Basis natürlicher Orangen hergestellt und an Getränkeabfüller und Brauereien im gesamten Gebiet der DDR geliefert. Die Verwendung von Orangen war ein Novum zu dieser Zeit, da diese auf dem freien Markt nicht verfügbar waren. 

Ralph Weitemeyer

 

 

Durch eine Bilanzierung über das Außenhandelsministerium der DDR wurden pro Jahr mehrere Hundert Tonnen unbehandelte Orangen aus Griechenland, Italien und Spanien importiert. Angeliefert wurden diese in Bahnwagons. Der Grundstoff wurde von Erich Weitemeyer selbst entwickelt und patentiert. Die mit diesem Grundstoff hergestellten Limonaden wurden unter dem Namen „Orancia“ vertrieben und waren zu DDR-Zeiten sehr beliebt. Auch wenn die Konservenfabrik 1972 staatlich enteignet wurde, wurde der Grundstoff bis zur Wende hergestellt. So ist es Ralph Weitemeyer ein Anliegen der Familientradition treu zu bleiben und das Erfrischungsgetränk mit dem Namen „Orancia“ heute wieder in seinem Unternehmen zu vertreiben. Der Geschmack dieses Getränkes ist dem früheren Grundstoff nachempfunden und findet einen guten Anklang bei den Konsumenten.